Falschgeld im Umlauf?

Angelina Tschögl Demokratie, Landtagswahlen 2019, Presse Leave a Comment

Eine Bürgerin aus dem Bezirk Feldkirch, die unerkannt bleiben möchte,
berichtet:

Am Montag, 07.Oktober 2019 war ich um ca. 17:00 Uhr in der Feldkircher Altstadt unterwegs, um für meinen Sohn ein Geburtstagsgeschenk zu besorgen. Außerdem wollte ich noch den Einkauf für das morgige Geburtstagsfest erledigen. Niemand sollte an diesem Tag merken, dass ich als Alleinerzieherin mit drei Kindern jeden Euro zweimal umdrehen muss, bevor ich ihn ausgebe. Immerhin hat Simon Schulfreunde eingeladen und die eine oder andere Mutter wird die Einladung hoffentlich auch annehmen. Väter kommen zu so etwas eher selten, denn die sind auch heutzutage noch die Hauptverdiener und haben daher kaum Zeit für die Familie. Abgelenkt vom Gruübeln über meine triste finanzielle Lage, bog ich falsch ab und landete im Hinterhof eines Gebäudes nahe dem Muühletorplatz 10. Hinter einem Fenster im Erdgeschoss konnte ich Seltsames beobachten:

Ein Mann schnitt Unmengen von Papierbögen mit aufgedruckten Geldscheinen zurecht. So viel Geld hatte ich noch nie auf einem Haufen gesehen. Vertieft in seine Arbeit bemerkte er gar nicht, dass ich ihn fotografierte. Im ersten Moment dachte ich sofort an einen Geldfälscherring. Aber wer druckt schon Euroscheine im Wert von €
1.500,- ? Die kann ja niemand „wexeln“! Gibt es die uüberhaupt? Egal. Der Mann wirkte auf mich jedenfalls nicht kriminell. Eher gutmuütig und zufrieden.

Ich sagte mir: Wenn ich jeden Monat so einen Schein bekommen würde, wären wenigstens die Existenzängste weg. Das würden auch meine Kinder merken. Eigentlich sollte das jede Alleinerziehende – ach was – jede Mutter, nein besser noch – jeder Mensch sollte so einen Schein im Monat bekommen. Dann, ja dann ginge es allen Menschen besser. Niemand müsste Existenzängste haben und alle könnten am Leben und der Gesellschaft teilhaben und hätten endlich das Gefühl dazuzugehören. Meine Kinder
bräuchten sich nicht mehr zu schämen, weil sie bei jeder Schulaktion einen Antrag auf Unterstützung stellen müssen. Väter bräuchten nicht mehr so viel zu arbeiten und könnten auch für die Familie da sein. Und, und, und …! Die ganze Gesellschaft, unser ganzes Leben würde sich „wandeln“.

Ich kann mir vorstellen, dass mir die Geschichte niemand glauben will, aber ich habe zum Glück meine Fotos, die ich beigefügt habe. Ich werde sicher die nächsten Tage acht geben, ob solche Scheine in Umlauf kommen. Können sie das bitte weiterleiten, dass viele Menschen davon erfahren? Irgendwie müssen wir doch herausfinden, was es mit diesen 1.500,- € Scheinen auf sich hat.

Herzlichst, eine alleinerziehende Mutter

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